KKL-Sanierung und Kulturkompromiss

Die JUSO Luzern wird die Sanierung des KKL’s mit allen Mitteln bekämpfen, wenn die Stadt Luzern sich nicht endlich auf eine Erneuerung des Kulturkompromisses einlässt. Dazu soll die Stadt ernsthafte Gespräche mit der nichtetablierten Kulturszene aufnehmen. Ein erstes ganz wichtiges Zeichen ist zudem, dass die Raumprobleme der aktuellen Frigorex-Nutzer gelöst werden.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass die LuzernerInnen dem KKL Millionenbeiträge sprechen sollen. 10 Jahre nach Inbetriebnahme mussten bereits strukturelle Schulden von 18 Millionen übernommen werden und jetzt sollen auch noch bauliche Mängel mit Mitteln der öffentlichen Hand behoben werden. Die Kostenschätzungen variieren dabei zwischen 13 und 24 Millionen Franken.

 

Die JUSO Luzern ist nicht grundsätzlich gegen diesen Kredit. Aber es kann nicht sein, dass sich die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung einseitig für jene Kultur einsetzen, für die sie selbst Interesse hegen. Die Stadt Luzern hat eine kulturelle Gesamtverantwortung und sollte diese auch endlich wahrnehmen. Die JUSO Luzern fordert deshalb klares Zeichen, dass der vielmals beschworene Kulturkompromiss auch wieder Bestandteil der Luzerner Kulturpolitik wird.

 

Wir fordern den Luzerner Stadtrat auf entsprechende Gespräche aufzunehmen und einen neuen Kulturkompromiss auszuhandeln. Dabei müssen die Bedürfnisse der nicht etablierten Kultur im Zentrum stehen und nicht nur Gespräche sondern auch konkrete Massnahmen resultieren. Als erstes Zeichen soll die Stadt Luzern einen Ersatz für die Gewerbe- und Atelierräume des Frigorex-Areals vermitteln oder zur Verfügung stellen.

 

Die Gelder für das KKL fanden wegen des Kulturkompromisses eine Mehrheit. Ohne diesen aufrecht zu erhalten werden sich wohl auch weite Teile der Luzerner Kulturschaffenden gegen diesen Kredit wenden. Die JUSO Luzern wird ein fakultatives Referendum ergreifen oder aber ein obligatorisches mit aller Kraft unterstützen – sofern der Stadtrat der Luzerner Bevölkerung nicht schlüssig begründet, wie er den Kulturkompromiss zu erneuern gedenkt.

JUSO Stadt Luzern, 10.08.2010

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